Yoga-Praxis zu Hause

Das Coronavirus geht um. Viele Yoga-Studios sind seit einigen Tagen geschlossen und in einigen Ländern herrschen, wie auch hier auf Gran Canaria, Ausgangssperren. Auf Yoga müssen wir deshalb trotzdem nicht verzichten, denn man kann zum Glück auch zu Hause praktizieren.

„Das Schwerste am Yoga ist der Schritt auf die Matte“ (Sri K. Pattabhi Jois) 

Viele Yogis und Yoginis schaffen es, regelmäßig oder sogar täglich zu Hause Yoga zu praktizieren, anderen fällt es dagegen schwer. Ich persönlich praktiziere seit über 6 Jahren Yoga. Als ich im Jahr 2014 in Neuseeland durch Zufall ein Power Yoga Studio besuchte, war ich sofort begeistert und widmete ich mich meiner neuen Leidenschaft zu 100%. An manchen Tagen besuchte gleich drei Kurse und danach ging es nach Hause in den Garten, um das Erlernte zu festigten. Schon bald spürte ich positive Veränderungen, sowohl körperlich als auch im Kopf, und wusste, dass Yoga zu meinem Lebensstil werden würde. Heute praktiziere ich täglich, meist allein zu Hause im Wohnzimmer, im Park, am Strand oder auf Reisen auch auf dem Flughafen. 

„Das Schwerste am Yoga ist der Schritt auf die Matte“, soll Sri K. Pattabhi Jois einmal gesagt haben. Sind wir dort aber erst einmal angekommen, bereuen wir es nie. Hier ein paar Tipps, wie du gerade jetzt deine eigene Yoga-Praxis zu Hause auf- und ausbauen kannst. 

 1. Eine Routine schaffen

Eines der größten Hindernisse, um zu Hause auf die Matte zu kommen, ist die Tatsache, dass du zu Hause bist. Die Wäsche muss gewaschen, gefaltet und weggeräumt werden, der Abwasch wartet und Kinder, Haustiere und Familie machen es schwer, Zeit und Raum für dich selbst zu beanspruchen. Um Ablenkungen auf ein Minimum zu reduzieren, solltest du eine Routine entwickeln. Praktiziere am besten täglich zur selben Zeit und am selben Platz. Richte dir diesen so ein, dass es nur wenig um dich herum gibt, was dich ablenkt. Versuche, immer ungefähr zur gleichen Zeit zu praktizieren. Dein Körper wird sich daran gewöhnen. Wenn du deine Übungszeit zu stark verschiebst, kann dies fast so unangenehm sein wie ein Jetlag.

2. Disziplin 

Nicht jeder hat die Zeit, täglich zu praktizieren. Sei ehrlich zu dir selbst und setze dir realistische Ziele. Es ist motivierender, dir zum Ziel zu setzen, dreimal in der Woche eine halbe Stunde Yoga zu praktizieren und dieses Ziel zu erreichen, als an zu hoch gesetzten Zielen zu scheitern. 

3. Intention setzen

Bevor du mit der Yoga-Praxis beginnst, setze dir eine Intention. Warum hast du deine Matte ausgerollt? Welches Gefühl oder welche Qualität in dir möchtest du besonders stärken? Vielleicht möchtest du heute besonders achtsam praktizieren. Oder vielleicht möchtest du dein Bewusstsein heute besonders stark auf deinen Atem richten. Vielleicht genießt du einfach nur die Tatsache, Zeit ganz für dich allein zu haben. Mach deine Yoga-Einheit zu deiner ganz persönlichen Praxis.  

4. Deine Yoga-Praxis

Was soll ich heute üben? Ob online mit den Videos deiner Lieblingslehrer oder einfach nur die Asana, die dir gerade in den Sinn kommen und gut tun – das WAS ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist das WIE! Erinnere dich, warum du heute auf die Matte gekommen bist und halte dir die Intention, die du dir zu Beginn gesetzt hast, während der Ausführung der Asana immer wieder vor Augen.

5. End-Entspannung – Savasana

Vergiss am Ende der Yoga-Einheit nicht, dir Zeit für die End-Entspannung zu nehmen. Auch wenn die Hausarbeit wartet, nimm dir mindestens 7 Minuten, um den Körper komplett zu entspannen und von allem loszulassen. Erst in Savasana kann die Energie, die wir in der Yoga-Praxis erarbeitet haben, freigesetzt werden. Savasana ist damit die wichtigste Asana der gesamten Praxis.

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