Tu was du tust – Mehr Achtsamkeit im Alltag

Tu, was du tust (Eine Zen-Geschichte)
Ein Schüler fragt seinen Meister: „Was tust du, um glücklich zu sein?“
„Nichts Besonderes“, erwidert der Meister. „Wenn ich gehe, gehe ich. Wenn ich liege, liege ich. Wenn ich spreche, spreche ich. Wenn ich esse, esse ich. Und wenn ich schlafe, dann schlafe ich.“
Der Schüler sah seinen Meister verwirrt an. „Das tue ich doch auch“, meinte er. „Ich geh, liege, esse und schlafe… aber glücklich bin ich nicht.“ „Eben nicht“, antwortet der Meister. „Natürlich gehst und liegst und isst und schläfst du. Aber während du liegst, denkst du schon ans Aufstehen. Wenn du aufstehst, denkst du darüber nach, wohin du gehen wirst. Während du gehst, denkst du darüber nach, was du essen wirst und was du noch alles tun musst. So sind deine Gedanken immer woanders und nicht bei dem, was du gerade tust und wo du gerade bist.“

Wie häufig kommt es vor, dass unsere Aufmerksamkeit geteilt ist. Wie oft passiert es, dass wir eine Sache erledigen, aber mit unseren Gedanken längst woanders sind. Multi-tasking wird im Leben oft als etwas Positives bewertet. Aber wenn wir mehrere Dinge gleichzeitig tun, führt das dazu, dass wir uns weder auf die eine noch auf die andere Sache vollständig konzentrieren.
Es ist erstaunlich, wie oft wir im Leben handeln, ohne uns dessen wirklich bewusst zu sein. Wie oft sind wir mit unseren Gedanken meilenweit entfernt und denken an andere Orte, an die Vergangenheit oder planen bereits die Zukunft. Es ist erstaunlich, wie oft wir unachtsam sind. Stell dir vor, wieviel mehr du schaffen kannst, wenn du tatsächlich bei der Sache bist und dich wirklich auf das konzentrierst, was du tust. Versuche doch einfach mal, all deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf eine Tätigkeit zu richten, besonders, wenn es sich dabei um eine Routine handelt.

Dass unsere Gedanken wandern ist normal. Wichtig ist, dass wir sie wieder zurück ins Jetzt bringen. Hier eine kurze Meditation, die dabei hilft, die Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zu bringen:
– komm in eine bequeme Sitzhaltung und schließe deine Augen
– atme ruhig und entspannt
– spüre, ob deine Gedanken beginnen zu wandern: in die Zukunft oder in die Vergangenheit
– atme und nimm wahr, was mit deinen Gedanken geschieht, ohne darüber zu urteilen und versuche, sie zurück ins Hier und Jetzt zu bringen

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